AUDI AUTONOMOUS DRIVING CUP 2018: FZI-TEAM ALPAKA HOLT DEN TITEL

27.11.2018 Off By MWeber

Im Finale des Audi Autonomous Driving Cup 2018 konnte das von KarAMeL³ geförderte FZI-Team den Sieg davontragen. Das Team setzte sich gegen sieben andere Teams in einem dreitägigen Finalevent durch. Letzteres beinhaltete die Bewältigung von vorgegebenen, teils unbekannten Fahraufgaben auf einem Straßenparcours. Die hierfür genutzten Lösungsansätze wurden in einem akademischen Vortrag präsentiert und mit in die Bewertung eingeschlossen. Des Weiteren gab es eine Open Challenge in der die Teams innovative und kreative Ansätze zu den Themen Car2X, künstliche Intelligenz und Closed Loop im Autonomen Fahren vorstellten.

Am 14.11.2018 haben die Studenten Simon Roesler, Mark Timon Hüneberg, Yimeng Zhu, Maximilian Zipfl und Shuxiao Ding des Team AlpaKa mit Unterstützung durch das FZI den Audi Autonomous Driving Cup 2018 gewonnen.

Besonders begeistern konnte das Team AlpaKa mit seinem Beitrag zur Open Challenge, der mit einem Sonderpreis prämiert wurde. Hierfür entwickelten die Studenten ein Cloud-gestütztes Shuttle-Bus-System, das Informationen anderer Verkehrsteilnehmer, z.B. über aktuelle Streckensperrungen, automatisiert für die Planung und Echtzeitanpassung von Fahrtrouten benutzt. Außerdem wurde eine Visualisierung des sensorbasierten Fahrzeugumgebungsmodells präsentiert, die es einem Teleoperator ermöglicht, einen Shuttle-Bus von einer Zentrale aus fernzusteuern. Dies wurde innerhalb eines konkreten Anwendungsfalls demonstriert, bei dem das autonome Fahrzeug selbständig feststellt und mitteilt, dass es die aktuelle Situation nicht sicher und zuverlässig bewältigen kann.

Auch in den anderen Teilen des Wettbewerbes konnte das Team überzeugen. Die robuste Fahrstreifenerkennung sowie die Erkennung von Hindernissen, polizeilichen Einsatzfahrzeugen und Personen am Straßenrand verhalfen den Fahrzeugen zu flüssigen und sicheren Fahrten durch die Modellumgebung. Auch Herausforderungen, die dieses Jahr eingeführt wurden, konnten von AlpaKa erfolgreich gelöst werden: So stellte die Überquerung einer Straße über eine Brücke und das damit verbundene Befahren geneigter Straßenzüge einigen Teams Schwierigkeiten. Auch hier konnte AlpaKa die Herausforderung durch einen speziell designten Regelungsansatz meistern.

“Ich bin stolz auf die Leistung unseres Teams. Das FZI als Transfereinrichtung hat immer das Ziel, Wissen und Know-how weiterzugeben und den akademischen Nachwuchs für die Herausforderungen der Mobilität von morgen zu qualifizieren. Zu sehen, wie die Studenten gemeinsam mit unseren Mitarbeitern mit viel Begeisterung und vollem Einsatz Lösungen für die Aufgaben des Wettbewerbs entwickelt haben und nun für ihren Einsatz mit dem Sieg belohnt wurden, freut mich sehr!”, gratuliert FZI-Vorstand und -Direktor Prof. Dr.-Ing. J. Marius Zöllner AlpaKa zum Erfolg.

Das Team AlpaKa wurde von Mitarbeitern der Abteilung TKS im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „Karlsruhe Applied Machine Learning Living Lab“ (kurz: KarAMeL³) unter dem Förderkennzeichen 01IS17062 unterstützt.